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Eloxal -
Was ist das?

ELOXAL bedeu­tet ELek­tro­ly­tisch OXi­dier­tes ALu­mi­ni­um, inter­na­tio­nal wird auch von Anodi­sa­ti­on gespro­chen. Elo­xie­ren ist ein elek­tro­che­mi­scher Vor­gang, der die Ober­flä­che von Alu­mi­ni­um in eine har­te und äußerst kratz­fes­te Alu­mi­ni­um­oxydschicht umwan­delt. Da dabei kein Fremd­ma­te­ri­al auf das Alu­mi­ni­um auf­ge­bracht wird, gibt es kaum Pro­ble­me mit Pass­ge­nau­ig­kei­ten und Mate­ri­al­to­le­ran­zen.

Sil­ber wird Gold

Die noch nicht ver­dich­te­te Oxydschicht kann in vie­len Far­ben ein­ge­färbt wer­den: Beim Fär­ben mit orga­ni­schen Farb­stof­fen wird das Alu­mi­ni­um vor dem Ver­dich­ten in eine hei­ße Farb­stoff­lö­sung ein­ge­taucht. Hier­bei set­zen sich die Farb­par­ti­kel in den obe­ren Berei­chen der Poren der Alu­mi­ni­um­oxid­schicht ab.
Bei die­sem Ver­fah­ren sind unse­re Mög­lich­kei­ten auf Gold-, Schwarz- bzw. Cham­pa­gner­tö­ne begrenzt.

Fär­ben­des Salz

Beim elek­tro­ly­ti­schen Fär­ben ent­hält der Elek­tro­lyt ein fär­ben­des Salz, aus dem sich die Metal­lio­nen in die Poren der Eloxal­schicht abset­zen.
Stan­dard sind Bron­ze- bis Schwarz­ein­fär­bun­gen nach EURAS C31-C35.

Gut geschützt

Die Eloxal­schicht erhöht den Kor­ro­si­ons­schutz des Mate­ri­als, bewahrt das deko­ra­ti­ve Aus­se­hen und erhält den metal­li­schen Cha­rak­ter des Alu­mi­ni­ums. Die Schicht­stär­ken der Elo­xie­rung lie­gen je nach Anfor­de­rung zwi­schen 8 — 25 µm.

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Im Ein­satz

Typi­sche Anwen­dun­gen:

  • Fens­ter- und Fas­sa­den­pro­fi­le sowie Ble­che und Blech­ab­kan­tun­gen
  • Maschi­nen- und Son­der­tei­le (Kühl­kör­per, etc.)
  • Mas­sen­tei­le
  • Kon­struk­ti­ons­tei­le
Vor­be­handlung

Man unter­schei­det die che­mi­sche Vor­be­hand­lung durch Bei­zen in alka­li­scher Lösung, wobei eine mat­tier­te Ober­flä­che ent­steht, und die mecha­ni­sche Vor­be­hand­lung, z.B. durch Bürs­ten, Schlei­fen oder Polie­ren. So kön­nen unter­schied­li­che Ober­flä­chen­ef­fek­te erzielt wer­den (Glanz, Schliff oder Mat­tie­rung). Die Art der Vor­be­hand­lung ist durch das ent­spre­chen­de Kurz­zei­chen E0 bis E6 nach DIN 17611 gekenn­zeich­net.

Mecha­nisch

Die­se Aus­füh­rung ergibt eine rela­tiv gleich­mä­ßi­ge, etwas stumpf aus­se­hen­de Ober­flä­che. Nor­ma­le Ober­flä­chen­feh­ler sind besei­tigt (kein Plan­schliff).
Je nach ver­wen­de­tem Schleif­korn sind die Schleif­rie­fen von grob bis fein.

Durch das Bürs­ten ent­steht eine gleich­mä­ßi­ge, hel­le Ober­flä­che (im Gegen­satz zu E 1). Die Bürs­ten­stri­che sind sicht­bar. Zieh­rie­fen, Krat­zer und Feil­stri­che wer­den nur zum Teil ent­fernt.

Durch das Polie­ren ent­steht eine glän­zen­de Ober­flä­che. Zieh­rie­fen, Krat­zer, Feil­stri­che und sons­ti­ge Ober­flä­chen­feh­ler wer­den nur bedingt besei­tigt.

E4 – geschliffen und gebürstet

Durch das Schlei­fen und Bürs­ten wird eine gleich­mä­ßi­ge, hel­le Ober­flä­che geschlif­fen und erzielt.

Nor­ma­le Zieh­rie­fen, Krat­zer, Feil­stri­che und Ober­flä­chen­feh­ler wer­den besei­tigt (kein Plan­schliff).

E5 – geschliffen und poliert

Die Ober­flä­che zeigt ein glat­tes, glän­zen­des Aus­se­hen.

Nor­ma­le Zieh­rie­fen, Krat­zer, Feil­stri­che und Ober­flä­chen­feh­ler wer­den besei­tigt (kein Plan­schliff).

AT – 240 Korn

Ähn­lich der Bear­bei­tung E 1, jedoch mit Hil­fe eines Schleif­au­to­ma­ten erzeugt und ent­spre­chend preis­güns­ti­ger bei gro­ßen Men­gen.

Che­misch

Ent­fet­tung und Behand­lung in einer nicht adi­ti­vier­ten Bei­ze (alka­lisch). Zieh­rie­fen, Krat­zer, Feil­stri­che und sons­ti­ge Ober­flä­chen­feh­ler blei­ben sicht­bar.

Außer der nor­ma­len Ent­fet­tung wird hier eine zusätz­li­che che­mi­sche Vor­be­hand­lung in einer adi­ti­vier­ten Bei­ze (alka­lisch) nach zeit­li­cher Vor­ga­be durch­ge­führt.

Außer der nor­ma­len Ent­fet­tung wird hier eine zusätz­li­che che­mi­sche Vor­be­hand­lung in einer adi­ti­vier­ten Bei­ze durch­ge­führt, durch die man eine mat­te, auf­ge­hell­te Ober­flä­che erzielt.

Zieh­rie­fen, Krat­zer, Feil­stri­che und sons­ti­ge Ober­flä­chen­feh­ler wer­den teil­wei­se ega­li­siert.

Mate­ri­al­be­ding­te Ver­än­de­run­gen im Ober­flä­chen­aus­se­hen sind nicht immer zu ver­mei­den.

Elo­xie­ren

Fol­gen­de Ein­fär­bun­gen bie­ten wir unse­ren Kun­den an:

С0(auchEV1) – farblos(60210)
ev 2 Neu­sil­ber — 60220
ev 3 gold 60230
C 31 – Leicht­bron­ze (60310)
C 32 – Bron­ze (60320)
C 33 – Mit­tel­bron­ze (60330)
C 34 – Dun­kel­bron­ze (60340)
C 35 – Schwarz (60350)
Pro­duk­ti­ons­vor­aus­set­zun­gen
Grö­ße
Maxi­ma­le Tei­le­grö­ße:
7500 x 2000 x 450 mm
DIN 17611
Elo­xier­fä­hi­ge Legie­run­gen gemäß
DIN 17611 – z.B. AlMg1. AlMgSi0,5 – müs­sen vor­lie­gen, ande­re Legie­run­gen sind nur bedingt elo­xier­fä­hig
Mate­ri­al
Das Mate­ri­al muss gut spül­bar und frei von geschlos­se­nen Hohl­räu­men sein
Kor­ro­si­on
Kor­ro­dier­tes Mate­ri­al ist nicht mehr deko­ra­tiv elo­xier­fä­hig
Ent­elo­xie­ren
Bereits elo­xier­tes Alu­mi­ni­um muss zuvor ent­elo­xiert wer­den
Rän­der
Benö­tigt wird an bei­den Enden des Mate­ri­als ein etwa 30 mm brei­ter Rand, an dem kon­tak­tiert wer­den kann
Rufen Sie uns an unter 04 21 — 41 09 40 oder schrei­ben Sie uns eine E-Mail!
Rei­ni­gung und Pfle­ge

Durch die sehr har­te und wider­stands­fä­hi­ge Oxid­schicht las­sen sich elo­xier­te Bau­tei­le beson­ders gut von hart­nä­cki­gem Schmutz befrei­en. Sie ist unemp­find­lich gegen Krat­zer und pfle­ge­leicht.

Für Bau­tei­le die im Außen­be­reich ein­ge­setzt wer­den ist eine Erst­rei­ni­gung als Grund­rei­ni­gung unbe­dingt erfor­der­lich. In der Wit­te­rung unter­lie­gen Alu­mi­ni­um­bau­tei­le, wie alle ande­ren Werk­stof­fe, einer natür­li­chen Ver­schmut­zung.

Zur Auf­recht­erhal­tung des deko­ra­ti­ven Aus­se­hens ist daher eine dem Ver­schmut­zungs­grad und den Anfor­de­run­gen an das deko­ra­ti­ve Aus­se­hen der Bau­tei­le ange­pass­te Inter­vall-Rei­ni­gung und Pfle­ge nach den Emp­feh­lun­gen der Güte­ge­mein­schaft für die Rei­ni­gung von Metall­fas­sa­den e.V. GRM durch­zu­füh­ren.
Klei­ne Fehl­stel­len und Krat­zer kön­nen mit spe­zi­el­len Eloxal-Lack­stif­ten bzw. Eloxal-Sprays kaschiert wer­den.